Die Seite ist frisch umgestellt. Wenn etwas klemmt, fehlt oder Ihnen nicht gefällt - wir lesen jede Rückmeldung.
| Land | Belgien |
|---|---|
| Jahrgang | 2023 |
| Ausgabedatum | 20. Juni 2023 |
| Münztyp | Gedenkmünze |
| Auflage | 155.000 (150.000 / 5.000) |
| Katalognummer | BE-23 G1 |
| Gestalter | Iris Bruijns |
| Seltenheit | €€€€€ was bedeutet das? |
| Randschrift | ![]() |
Dekoratives Element der Fassade des „Hotel Van Eetvelde“, eines emblematischen Stadthauses in Brüssel, das von dem belgischen Art-Nouveau-Architekten Victor Horta entworfen und von der Unesco als Welterbe anerkannt wurde. Die geschwungenen, asymmetrischen Linien des Elements spiegeln den charakteristischen von der Natur inspirierten Stil der Art-Nouveau-Bewegung wider. Das Element füllt die untere Münzhälfte aus. Oberhalb ist der Ausgabeanlass „ART NOUVEAU“, linkerhand darunter im Motiv der Ausgabestaat „BE“ sowie das Jahr „2023“ eingearbeitet. Die Prägezeichen der Koninklijke Nederlandse Munt und des neuen belgischen Münzmeisters Giovanni Van de Velde sind am linken Bildrand zu erkennen. Ganz rechts sind die Initialen „IB“ der Münzgestalterin Iris Bruijns zu sehen.
Brüssel gilt als eine der Hauptstädte des Jugendstils — und das nicht zufällig. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die belgische Hauptstadt zu einem Zentrum der internationalen Reformbewegung in Architektur und angewandten Künsten. Der Architekt Victor Horta war dabei die prägende Figur: Mit dem Hôtel Tassel (1893), dem Hôtel Solvay, dem Hôtel van Eetvelde und seinem eigenen Stadthaus schuf er eine Reihe von Gebäuden, die den europäischen Jugendstil entscheidend formten. Die charakteristischen geschwungenen Linien, die offenen Treppenhäuser, der durchdachte Lichteinsatz und die Integration von Schmiedeeisen, Glas und Holz zu einer organischen Einheit — all das wurde unter dem Begriff „Style Horta" bekannt. 2000 wurden vier seiner Brüsseler Stadthäuser gemeinsam als UNESCO-Welterbe anerkannt, ein Beleg für ihre architekturhistorische Bedeutung weit über Belgien hinaus.
Das Hôtel van Eetvelde, 1895 für den belgischen Kolonialminister Edmond van Eetvelde erbaut, zählt zu den technisch und gestalterisch kühnsten Arbeiten Hortas: Die Fassade und das Innere verbinden Naturformen mit präziser Handwerkskunst auf eine Weise, die auch heute noch als wegweisend gilt. In Belgien wird der Jugendstil als nationales Kulturerbe verstanden — die Städte Brüssel, Lüttich und Gent investieren gezielt in Erhalt und Vermittlung dieser Bauepoche. Mit der Ausgabe einer 2-Euro-Gedenkmünze zum Thema Jugendstil in Brüssel im Jahr 2023 rückte Belgien dieses Erbe erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.
| Nennwert | 2,00 Euro |
|---|---|
| Material | Bimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing) |
| Gewicht | 8,5 g |
| Durchmesser | 25,75 mm |
| Dicke | 2,20 mm |