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| Land | Deutschland |
|---|---|
| Jahrgang | 2014 |
| Ausgabedatum | 06. Februar 2014 |
| Münztyp | Gedenkmünze |
| Auflage | je nach Jahr & Prägestätte – siehe Tabelle unten ↓ |
| Katalognummer | DE-14 G1 |
| Gestalter | Erich Ott |
| Seltenheit | €€€€€ was bedeutet das? |
| Randschrift | ![]() |
Südostansicht der Michaeliskirche in Hildesheim (Niedersachsen), die seit 1985 zur Welterbeliste der Unesco gehört. Über dem Münzmotiv ist das Ausgabejahr „2014“, auf der linken Seite das Münzzeichen (A, D, F, G oder J) zu sehen. Im unteren Teil sind das Wort „NIEDERSACHSEN“ und darunter ein „D“ für den Ausgabestaat eingraviert. Oben rechts befinden sich die Initialen des Designers Erich Ott (OE).
Die Michaeliskirche in Hildesheim gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der ottonischen Architektur und steht damit am Ausgangspunkt der europäischen Romanik. Errichtet unter Bischof Bernward von Hildesheim zu Beginn des 11. Jahrhunderts, folgt der Bau einem strengen Symmetrieprinzip mit zwei gleichwertigen Chören und Querhäusern, das für den deutschen Kirchenbau des Mittelalters wegweisend war. Bernward selbst, später heiliggesprochen, verstand den Bau als theologisches Gesamtkunstwerk — auch die überlieferte Innenausstattung, darunter die bronzene Bernwardssäule und die Bernwardstür, zeugen von diesem Anspruch. Hildesheim war im frühen Mittelalter ein bedeutendes Bischofszentrum, und St. Michael spiegelt diese kulturelle Strahlkraft bis heute wider. 1985 nahm die Unesco die Kirche gemeinsam mit dem Hildesheimer Dom in die Welterbeliste auf — eine Anerkennung, die den Rang dieser niedersächsischen Bauzeugnisse im europäischen Kontext unterstreicht.
Niedersachsen, das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland Deutschlands, verbindet sehr unterschiedliche historische Landschaften: von der Nordseeküste über die Lüneburger Heide bis zum Harz und den Mittelgebirgslagen im Süden. Die Region war im Mittelalter politisch zersplittert und wechselhaft — Welfenherrschaft, Fürstbistümer und Hansestädte prägten jahrhundertelang das Bild, bevor Niedersachsen 1946 als Nachfolgestaat mehrerer Territorien neu gegründet wurde. Mit Hildesheim als Motiv setzt die 2014 erschienene Ausgabe der deutschen Bundesländerserie einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt, der über Landesgrenzen hinausweist: Die Michaeliskirche steht nicht nur für niedersächsisches Erbe, sondern für eine Epoche, in der das heutige Norddeutschland zu den kulturellen Zentren des Abendlandes zählte.
Amtliche Bekanntmachung (EU-Amtsblatt): ABl. C 417 vom 21.11.2014, S. 6 (2014/C 417/04)
| Prägestätte | Auflage |
|---|---|
| A | 6.000.000 (85.000 / 84.000) |
| D | 6.300.000 (80.000 / 77.000) |
| F | 7.200.000 (80.000 / 77.000) |
| G | 4.200.000 (80.000 / 77.000) |
| J | 6.300.000 (80.000 / 77.000) |
| Nennwert | 2,00 Euro |
|---|---|
| Material | Bimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing) |
| Gewicht | 8,5 g |
| Durchmesser | 25,75 mm |
| Dicke | 2,20 mm |