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| Land | Estland |
|---|---|
| Jahrgang | 2027 |
| Ausgabedatum | 2027 |
| Münztyp | Gedenkmünze |
| Auflage | 1.000.000 (– / –) |
| Katalognummer | EE-27 G1 |
| Gestalter | Kerli Tamjärv |
| Seltenheit | €€€€€ was bedeutet das? |
| Randschrift | ![]() |
Silhouette einer salutierenden Soldatin oder eines Soldaten der estnischen Verteidigungsstreitkräfte. Auf der Brust befindet sich die stilisierte Veteranenblume („Sinilill“), die in Estland als Symbol der Anerkennung und Unterstützung für Veteraninnen und Veteranen gilt. Der Hintergrund besteht aus einem pixelartigen Tarnmuster, das an digitale Camouflage erinnert und die modernen estnischen Verteidigungsstreitkräfte repräsentiert. Im linken unteren Bereich sind der Landesname „EESTI“ sowie die Jahreszahl „2027“ zu lesen. Der äußere Münzring zeigt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Estlands Verteidigungsstreitkräfte entstanden unmittelbar nach der Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit im August 1991. Ihre institutionelle Grundlage jedoch reicht tiefer: In den Jahren 1918 bis 1920 kämpfte die estnische Armee im Unabhängigkeitskrieg gegen russische Truppen und baltendeutsche Verbände — und setzte sich durch. Dieser Sieg gilt bis heute als Gründungsmoment des modernen Estland. Die Streitkräfte wurden nach der sowjetischen Besatzung 1940 aufgelöst; wer dennoch für die Verteidigung des Landes eintrat, tat dies unter wechselnden und oft lebensbedrohlichen Bedingungen. Besonders die sogenannten Waldbrüder — Partisanen, die sich dem sowjetischen Regime bis weit in die 1950er Jahre widersetzten — stehen in Estland für aktiven Widerstand gegen die Besatzungsmacht.
Die Serie „Widerstand", in deren Rahmen Estland 2027 eine 2-Euro-Gedenkmünze herausgibt, greift genau diese Traditionslinie auf. Im Mittelpunkt stehen die Veteranen der estnischen Verteidigungsstreitkräfte — Menschen, deren Dienst unter den Bedingungen des Kalten Krieges, der Wiederherstellung der Republik oder früherer Konflikte geleistet wurde. In der estnischen Erinnerungskultur nimmt der bewaffnete Widerstand gegen Fremdherrschaft einen zentralen Platz ein; er wird nicht als historische Randnotiz, sondern als Teil einer kontinuierlichen nationalen Erzählung begriffen, die von 1918 bis in die Gegenwart reicht. Das Thema berührt damit nicht nur Militärgeschichte, sondern auch Fragen nationaler Identität und staatlicher Souveränität, die im baltischen Kontext bis heute politisch lebendig sind.
| Nennwert | 2,00 Euro |
|---|---|
| Material | Bimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing) |
| Gewicht | 8,5 g |
| Durchmesser | 25,75 mm |
| Dicke | 2,20 mm |