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| Land | San Marino |
|---|---|
| Jahrgang | 2022 |
| Ausgabedatum | 04. Oktober 2022 |
| Münztyp | Gedenkmünze |
| Auflage | 55.000 (55.000 / – ) |
| Katalognummer | SM-22 G2 |
| Gestalter | Antonio Vecchio |
| Seltenheit | €€€€€ was bedeutet das? |
| Randschrift | ![]() |
| Marktwert (ca.) | 40 € · Richtwert bankfrisch |
Relief der Skulptur der Göttin Hebe, ein Werk, das Canova zwischen 1796 und 1817 in vier Kopien erschuf, die heute in Berlin, St. Petersburg, Chatsworth und Forlì ausgestellt werden. Die Skulpturen der Hebe, die anfangs wegen der stilistischen Entscheidungen Canovas, der Marmor mit Bronzedetails kombinierte und vor allem bei den ersten beiden Werken den blanken weißen Marmor mit einer rosafarbenen Patina überzog, stark kritisiert wurden, zählen heute zu den Spitzenwerken des Neoklassizismus. Am linken Bildrand ist der Ausgabeanlass „CANOVA“ und rechterhand ist der Ausgabestaat „SAN MARINO“ zu sehen. Beidseitig des Motivs sind die Jahreszahlen „1822“ und „2022“ zu erkennen, das „R“ der römischen Prägestätte ist unten rechts und die Initialen „AV.“ des Münzgestalters sind am unteren linken Bildrand dargestellt.
Antonio Canova wurde 1757 in Possagno im venezianischen Hinterland geboren und gilt als der bedeutendste Bildhauer des Klassizismus in Europa. Nach ersten Lehrjahren in Venedig ließ er sich 1781 dauerhaft in Rom nieder, wo er rasch zum gefragtesten Skulpteur seiner Zeit aufstieg. Seine Werke verbanden die Formenstrenge der Antike mit einer ungewöhnlichen Oberflächensensibilität: Canova entwickelte eine eigene Technik, bei der er Marmor mit Bronzedetails kombinierte und die Oberflächen mit Schleifmitteln bis zur Transparenz polierte. Die Figur der Hebe, der griechischen Göttin der Jugend und Mundschenkin der Götter, schuf er zwischen 1796 und 1817 in vier Fassungen — heute befinden sich diese Exemplare in Berlin, Sankt Petersburg, Chatsworth und Forlì. Gerade dieses Werk löste anfangs Kontroversen aus: Kritiker bemängelten die stilistischen Entscheidungen des Bildhauers, doch setzte sich Canovas Interpretation langfristig als Referenzpunkt des europäischen Neoklassizismus durch.
San Marino, die kleine Republik im Herzen der Apenninhalbinsel, verbindet mit Canova eine direkte geografische und kulturelle Nähe: Das Städtchen Possagno, sein Geburtsort, liegt keine 200 Kilometer entfernt, und Canovas Einfluss prägte die norditalienische Kunstlandschaft weit über seinen Tod hinaus. Canova starb im Oktober 1822 in Venedig; sein Herz wurde gesondert in der Frari-Kirche beigesetzt, sein Körper in der von ihm selbst entworfenen Tempel-Rotunde in Possagno. Zum 200. Todesjahr 2022 würdigte San Marino den Bildhauer mit einer 2-Euro-Gedenkmünze und setzte damit ein Zeichen für das gemeinsame Kulturerbe der Region.
| Nennwert | 2,00 Euro |
|---|---|
| Material | Bimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing) |
| Gewicht | 8,5 g |
| Durchmesser | 25,75 mm |
| Dicke | 2,20 mm |