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| Land | Malta |
|---|---|
| Jahrgang | 2018 |
| Ausgabedatum | 21. Juni 2018 |
| Münztyp | Gedenkmünze |
| Auflage | 300.000 (- / – ) |
| Katalognummer | MT-18 G1 |
| Gestalter | Noel Galea Bason |
| Seltenheit | €€€€€ was bedeutet das? |
| Randschrift | ![]() |
Prähistorischer Tempel von Mnajdra. Am oberen rechten Rand befinden sich die Aufschriften „MNAJDRA“, „TEMPLES“ und die Jahreszahlen „3600-2500 BC“. Am unteren linken Rand sind der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2018“ aufgeprägt.
Diese 2-Euro-Gedenkmünze gibt es in 3 Varianten. Die in der BU-Coincard wurden in Pessac geprägt und besitzen das Münzzeichen der Prägestätte und des Münzmeisters Yves Sampo (MT-18 G2). Die Münzen im ST-KMS weisen ein „F“ im unteren Stern u auf (MT-18 G3). Die Münzen aus der Rollenware besitzen kein Münzzeichen (MT-18 G1).
Mnajdra gehört zu den am besten erhaltenen megalithischen Tempelanlagen der Welt und liegt im Südwesten Maltas, unweit der Steilküste bei Qrendi. Die Anlage entstand zwischen etwa 3600 und 2500 v. Chr. — damit zählt sie zu den ältesten freistehenden Steinbauten der Menschheitsgeschichte, älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden. Die drei miteinander verbundenen Tempel wurden aus Korallenkalktuff errichtet und folgen einem kleeblattartigen Grundriss mit apsidenförmigen Kammern, wie er für den maltesinischen Tempelbau typisch ist. Besonders bemerkenswert ist die astronomische Ausrichtung: Zur Sonnenwende und zu den Äquinoktien fällt das Licht so durch Türöffnungen und Steinblöcke, dass bestimmte Bereiche im Tempelinneren präzise beleuchtet werden — ein Hinweis auf ein entwickeltes kalendarisches Wissen der Erbauer.
Die prähistorischen Stätten Maltas, zu denen neben Mnajdra auch Ġgantija auf Gozo und Ħaġar Qim zählen, sind seit 1980 gemeinsam als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Sie belegen eine eigenständige Tempelkultur, die auf den maltesischen Inseln ohne nachweisbare direkte Vorbilder im Mittelmeerraum entstanden ist und nach einigen Jahrhunderten abrupt endete. Mnajdra ist damit nicht nur ein archäologisches Zeugnis früher Bautechnik, sondern auch ein offenes Forschungsfeld: Über Glaubenspraxis, gesellschaftliche Organisation und das Ende dieser Kultur gibt es bis heute keine gesicherten Antworten. Malta ehrte Mnajdra 2018 im Rahmen seiner Serie über die prähistorischen Stätten des Landes.
| Nennwert | 2,00 Euro |
|---|---|
| Material | Bimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing) |
| Gewicht | 8,5 g |
| Durchmesser | 25,75 mm |
| Dicke | 2,20 mm |