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10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion

Österreich · 2009 · 2-Euro-Gedenkmünze · Gemeinschaftsausgabe
10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion

Steckbrief

LandÖsterreich
Jahrgang2009
Ausgabedatum02. Januar 2009
MünztypGedenkmünze
Auflage5.000.000 (74.000 / 15.000)
KatalognummerAT-09 G1
GestalterGeorgios Stamatopoulus
Seltenheit €€€€€ was bedeutet das?
RandschriftRandschrift Österreich

Beschreibung der Münze

In der Mitte eine stilisierte menschliche Figur auf einer antiken Münze, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.

Hinweis zur Münze

Zweite Gemeinschaftsausgabe der Europäischen Union. Alle 16 Eurostaaten haben zum Jubiläumsdatum, dem 01.01.2009, eine Münze mit dem gleichen Motiv herausgegeben. Die Münzen unterscheiden sich lediglich in der Umschrift, die in der jeweiligen Landessprache auf den Münzen zu finden ist.

Weitere Informationen zum Thema

Am 1. Januar 1999 traten elf EU-Staaten in die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion ein: Die Wechselkurse ihrer Währungen wurden unwiderruflich festgeschrieben, die Geldpolitik auf die neu gegründete Europäische Zentralbank übertragen. Österreich gehörte von Beginn an zu diesen Gründungsmitgliedern — und das war keine Selbstverständlichkeit. Das Land hatte erst 1995 der EU beigetreten und musste innerhalb von vier Jahren die Maastricht-Kriterien erfüllen: Preisstabilität, niedrige Langfristzinsen, ein stabiles Haushaltsdefizit und eine Staatsverschuldung im Zielkorridor. Dass Österreich diese Anforderungen rechtzeitig erreichte, gilt bis heute als Beleg für die Konvergenzfähigkeit auch der jüngeren Mitgliedstaaten.

Die ersten zehn Jahre der Wirtschafts- und Währungsunion verliefen in einem wirtschaftlich turbulenten Umfeld: Nach dem Platzen der Dotcom-Blase 2001, der Euro-Bargeldeinführung 2002 und mehreren Erweiterungsrunden der Eurozone begann 2008 die internationale Finanzkrise, die die junge Währungsarchitektur einem ersten ernsthaften Stresstest unterzog. Für Österreich hatte die Eurozone bis dahin spürbare Vorteile gebracht — niedrigere Zinsen, wegfallende Wechselkursrisiken im Handel mit den wichtigsten Partnern, und eine gestärkte Position als Drehscheibe für Investitionen in Mittel- und Osteuropa. Alle Eurostaaten begingen 2009 das zehnjährige Bestehen der Währungsunion gemeinsam mit einer europäischen Gemeinschaftsausgabe, an der erstmals sämtliche Mitglieder der Eurozone mit identischem Motiv teilnahmen.

Technische Daten

Nennwert2,00 Euro
MaterialBimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing)
Gewicht8,5 g
Durchmesser25,75 mm
Dicke2,20 mm