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| Land | Vatikan |
|---|---|
| Jahrgang | 2009 |
| Ausgabedatum | 18. November 2009 |
| Münztyp | Gedenkmünze |
| Auflage | 106.084 (100.000 / – ) |
| Katalognummer | VA-09 G1 |
| Gestalter | Orietta Rossi |
| Seltenheit | €€€€€ was bedeutet das? |
| Randschrift | ![]() |
| Marktwert (ca.) | 48 € · Richtwert bankfrisch |
Astrolabium, innen die Erschaffung der Sonne und des Mondes, nach dem Fresko Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle, Galilei-Fernrohr von 1609 und ein Spiegelteleskop, Landesname „CITTÀ DEL VATICANO“, die Inschrift „Anno Internazionale Dell´Astronomia“, die Jahreszahl 2009, der Name der Münzgestalterin Orietta Rossi und die Initialen der Graveurin Maria Carmela Colaneri sowie das Münzzeichen „R“.
Vor vierhundert Jahren richtete Galileo Galilei sein verbessertes Fernrohr erstmals systematisch auf den Nachthimmel — ein Akt, der die Astronomiegeschichte neu ordnete. Seine Beobachtungen der Jupitermonde, der Mondkrater und der Phasen der Venus lieferten handfeste Belege für das heliozentrische Weltbild und erschütterten das geozentrische Erklärungsmodell, das die Kirche bis dahin stützte. Dass Galilei dabei in Konflikt mit dem Heiligen Stuhl geriet und 1633 vom Inquisitionstribunal verurteilt wurde, gehört zu den folgenreichsten Spannungen zwischen Naturwissenschaft und institutioneller Religion überhaupt. Im Jahr 1992 erkannte die katholische Kirche unter Johannes Paul II. das Unrecht dieses Verfahrens offiziell an — ein später, aber gewichtiger Schritt, der auch das Selbstverständnis des Vatikans in Fragen der Wissenschaft neu justierte.
Das Internationale Jahr der Astronomie 2009, das von der UNESCO und der Internationalen Astronomischen Union ausgerufen wurde, war der 400. Jahrestag von Galileis bahnbrechenden Himmelsbeobachtungen. Für den Vatikan als eigenständiger Staat mit einer der ältesten kontinuierlich betriebenen Sternwarten der Welt — die Specola Vaticana reicht in ihren Ursprüngen bis ins 16. Jahrhundert zurück — war die Teilnahme an diesem Jubiläum mehr als eine Geste. Päpstliche Astronomen forschen bis heute, heute am Observatorium in Castel Gandolfo und am Vatican Advanced Technology Telescope in Arizona. Die vatikanische 2-Euro-Gedenkmünze von 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie setzt diesen historischen Bogen zwischen Galileis Entdeckungen und der fortdauernden wissenschaftlichen Tradition des Heiligen Stuhls in Erinnerung.
| Nennwert | 2,00 Euro |
|---|---|
| Material | Bimetall – Ring: Kupfernickel; Kern: dreischichtig (Nickel-Messing / Nickel / Nickel-Messing) |
| Gewicht | 8,5 g |
| Durchmesser | 25,75 mm |
| Dicke | 2,20 mm |