Am 1. Januar 2002 steckten die Bürger der Eurozone erstmals die neuen Euro-Banknoten und -Münzen in ihre Geldbörsen, womit die Gemeinschaftswährung endgültig im Alltag der Menschen ankam. Dieses Ereignis markierte den Abschluss einer der größten Währungsumstellungen der Weltgeschichte. Das 10-jährige Jubiläum der Einführung des Euro-Bargelds wurde im Januar 2012 mit der dritten 2-Euro-Gemeinschaftsausgabe der Euro-Zone gefeiert. Insgesamt 17 Euro-Staaten beteiligten sich an dieser kollektiven Emission. Als numismatische Besonderheit gab zudem der Kleinstaat San Marino eine motivgleiche Münze heraus. Da San Marino kein offizielles Mitglied der Europäischen Union ist, zählt die Ausgabe des Landes rechtlich zwar nicht zur offiziellen Gemeinschaftsausgabe, jedoch wurde das Siegerdesign freiwillig für die nationale 2-Euro-Gedenkmünze übernommen.
Wie schon bei der vorherigen Gemeinschaftsausgabe durften Europas Bürger wieder über das Motiv entscheiden, wobei die EU diesmal sogar noch einen Schritt weiter ging: Bürger und Einwohner der Eurozone konnten vorab eigene Entwürfe einreichen, aus denen eine Jury die fünf besten Vorschläge für das finale Online-Voting auswählte. Von den insgesamt 34.611 abgegebenen Stimmen entfielen in der finalen Abstimmungsphase im Internet rund 34 Prozent auf den Gewinnerentwurf von Helmut Andexlinger. Der Österreicher hatte sich privat an dem Wettbewerb beteiligt, arbeitet ansonsten jedoch als professioneller Graveur bei der Münze Österreich. Sein vielschichtiges Motiv zeigt das Euro-Zeichen im Zentrum einer Weltkugel, umgeben von Elementen wie Schiffen, Fabriken, Windrädern und Häusern, welche die Bedeutung des Euro für die Wirtschaft, den Handel und die Bürger symbolisieren. Da es sich wieder um eine länderübergreifende Gedenkmünze handelte, blieb die bekannte Sonderregelung bestehen, sodass alle teilnehmenden Staaten zusätzlich zu dieser Gemeinschaftsmünze eine eigene, rein nationale 2-Euro-Gedenkmünze im Jahr 2012 herausgeben durften.





















